WDF*IDF-Optimierung – was kann der Algorithmus und was nicht?

WDF*IDF-Optimierung für Texter?

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Die einen hassen es, die anderen sehen darin die perfekte Methode für suchmaschinenoptimierten Content. Dabei ist eine WDF*IDF-Optimierung weder das eine noch das andere!

Der Algorithmus kann tatsächlich mehr als die meisten Texter glauben, jedoch weniger als viele SEOs sich wünschen. Das Problem liegt hier auf beiden Seiten in der falschen Anwendung und Einschätzung.

Erfahrungsgemäß kannst du mit WDF*IDF-Tools richtig feine SEO-Texte erstellen – zumindest wenn du das Konzept richtig, will heißen mit Verstand einsetzt.

 

Was bedeutet WDF*IDF?

WDF ist die Abkürzung für „within document frequency“. Damit lässt sich bestimmen, wie oft ein Begriff oder eine Wortkombi innerhalb eines Dokumentes erscheint. IDF ist die Kurzform für „inverse document frequency“ - zu Deutsch: Dokumenten-Häufigkeit. Sie dient als Korrektur für die WDF und findet heraus, wie wichtig ein Text im Bezug zum gewählten Keyword ist.

Nicht verstanden? Musst du auch gar nicht. Der folgende Absatz ist wesentlich aussagekräftiger.

 

 Eine WDF*IDF-Analyse ist kompliziert - zum Glück gibt es Tools, die uns die Arbeit erleichtern

Eine WDF*IDF-Analyse ist kompliziert - zum Glück gibt es Tools, die uns die Arbeit erleichtern

Was passiert bei einer WDF*IDF-Analyse eigentlich?

Das ganze mathematische Gedöns lassen wir jetzt mal außen vor. Ist sowieso eher hinderlich für das Verständnis und nur für Zahlen-Jongleure wirklich interessant. Für uns Texter sind die konkreten Details jetzt aber nicht wichtig.

Der Algorithmus schnappt sich die Websites im Top-Ranking für das angegebene Keyword. Dann wirft er alle Terme (=Begriffe), die in den dortigen Texten vorkommen, zusammen und listet sie nach der Häufigkeit ihrer Verwendung auf. Im Anschluss wird die Anzahl der Schlagworte mit ihrer Seltenheit im Internet multipliziert.

Seltene Wörter haben damit eine höhere Relevanz fürs Thema als diejenigen, die häufiger genannt werden.

 

Wozu WDF*IDF?

Auf den Punkt gebracht, hilft dir eine WDF*IDF-Optimierung dabei, deine Perspektive zu erweitern. Denn nach all der Text-Arbeit siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr bzw. das Gesamtkonstrukt vor lauter Buchstaben. Das ist ganz normal und erst recht nicht anzukreiden, schließlich sind wir ja alle nur Menschen.

Es geht auf jeden Fall nicht darum, dass du bestimmte Keywords mit Hilfe dieses komplexen Konzepts so häufig wie nur möglich einsetzt – das würde ja an Keyword-Stuffing grenzen.

Nein, viel mehr soll dir eine WDF*IDF-Analyse des Gesamttextes dabei helfen, dein Thema umfassend und vernünftig zu behandeln. Außerdem wird dein Text ins Verhältnis zu anderen Seiten mit dem gleichen Themen-Schwerpunkt gestellt, die am besten bei Google ranken.

Im SEO nennt man das Latent Semantic Optimization: also eine semantische Optimierung des Contents, da hier ganze Wortfelder und kontext-relevante Begriffe angezeigt werden, die du in den Text einfließen lassen kannst.

 

 Der Nutzen einer WDF*IDF-Optimierung liegt im Finden von Proof Keywords und themenrelevanten Aspekten

Der Nutzen einer WDF*IDF-Optimierung liegt im Finden von Proof Keywords und themenrelevanten Aspekten

Was bringt eine WDF*IDF-Analyse konkret?

Naja, zunächst einmal gibt sie dir Auskunft darüber, welche Schlagworte deine Mitbewerber neben dem eigentlichen Hauptkeyword noch in ihren Texten eingebracht haben.

Das ist höchst interessant! Denn so kannst du geeignete Nebenkeywords und Synonyme, die du vielleicht noch nicht entdeckt hast, ermitteln und in deinen Artikel einbauen.

Vielleicht fällt dir so auch auf, dass du einen wichtigen Themenbereich gar nicht erwähnt hast und willst das nachholen.

Zudem zeigt dir die Analyse an, welche Schreibweise für ein Keyword wichtig ist. Eigentlich sollte Google nicht groß zwischen Getrennt-Schreibung und Zusammen-Schreibung differenzieren. Manchmal erzeugt der Bindestrich z.B. bei „Suchmaschinen-Optimierung“ und „Suchmaschinenoptimierung“ aber doch einen feinen Unterschied.

 

Warum du Texte nicht nach WDF*IDF-Kurve schreiben kannst

In die Termgewichtung wird je nach Anbieter alles an Content miteinbezogen, seien es Kategorie-Titel, Produktbezeichnungen, Geschäftsinfos im Footer, weiterführende Texte in der Seitenleiste und und und. Oder auch nicht.

 So sehen die Ergebnisse von WDF*IDF-Analysen aus

So sehen die Ergebnisse von WDF*IDF-Analysen aus

Deshalb ist WDF*IDF auch keine Wunderwaffe zur Text-Optimierung. Schließlich tauchen darin Begriffe auf wie der Name deines Konkurrenten oder andere Wörter, die für das Thema so gar keinen Sinn machen.

Das gilt auch für die Häufigkeit des Suchbegriffs: Hast du einen Text mit 500 Wörtern verfasst, kannst du das Hauptkeyword wohl kaum 30 mal im Text unterbringen ohne die Textqualität zu verschlechtern.

Außerdem berücksichtigt der Algorithmus in seiner Berechnung nicht die wichtigen Elemente Lesefluss, Text-Struktur, Call-to-Action und Tonalität – und schon gar nicht das Wording deiner Zielgruppe.

Darüber hinaus kann selbst der beste WDF*IDF-optimierte Content eine schlechte OnPage- und OffPage-Optimierung nicht ausgleichen.

 

Was, wenn ich Keywords laut WDF*IDF zu oft verwendet habe?

Das ist absolut kein Beinbruch und schon gar nicht ein Hindernis für dein Ranking. Am besten liest du dir deinen Text noch einmal in Ruhe durch: Stören deine Keywords den Lesefluss, hast du sie ungünstig eingebaut oder zu häufig verwendet. Tausche 1 oder 2 Schlagworte aus, das kann schon viel bewirken.

 

Was, wenn ich Keywords zu selten verwendet habe?

 Es gibt keine Vorgabe, wie viele Keywords du verwenden musst

Es gibt keine Vorgabe, wie viele Keywords du verwenden musst

Im Prinzip gehst du hierbei genauso vor wie oben: Du verlässt dich auf deine Intuition.

Vielleicht trägt es zum Verständnis deines Textes bei, das ein oder andere Wort noch einmal einzubauen. Vielleicht aber auch nicht.

 

Was kostet ein WDF*IDF-Tool?

Das kommt ganz darauf an, welchen Tool-Anbieter du wählst. Ein gutes, aber kostenpflichtiges Programm stellt beispielsweise SEOlyze oder Onpagedoc zur Verfügung. Es existieren aber auch viele kostenlose WDF*IDF-Tools im Internet, wie zum Beispiel WDFIDF-Tool.com.

Gut zu wissen: Jedes Tool arbeitet mit seinem eigenen Logarithmus. Das bedeutet, je nach Wahl werden dir eventuell unterschiedliche Ergebnisse angezeigt. Wie das geht? Naja, die einen verwerten auch den Inhalt von allen Text-Elementen rund um den eigentlichen Fließtext, die anderen nicht.

Es lohnt sich daher verschiedene Tools zu testen und sich inspirieren zu lassen!

 

Fazit zur WDF*IDF-Optimierung – das kann der Algorithmus!

→ semantische Nebenkeywords ermitteln

→ geeignete Synonyme anzeigen

→ auf fehlende Themenbereiche hinweisen

→ über die bessere Schreibweise von Keywords informieren

→ dich auf Ideen bringen, wie du dein Themenfeld komplett abdeckst


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