Die 12 häufigsten SEO-Fehler 2019 + Lösungen (DIY)

Überblick über die größten SEO-Fehler 2019 und wie du sie ganz einfach selbst beheben kannst.

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SEO – des einen Leid, des anderen Freud‘…

So fies ist die Suchmaschinenoptimierung eigentlich gar nicht.

Klar, die technischen Komponenten sind etwas tricky, aber die nehmen uns ja die technischen SEOs ab.

Ehrlich: die redaktionelle Suchmaschinenoptimierung ist kein Buch mit 7 Siegeln.

Jeder – und ich meine, wirklich jeder – kann die Grundlagen selbst umsetzen.

Diese 12 SEO-Fehler kannst du vermeiden

Wenn du langfristig im Web erfolgreich sein willst, musst du bei der SEO-Optimierung deiner Texte und Website auf ein paar Dinge achten.

Dabei gilt:

Nicht unter-optimieren oder über-optimieren

– das mögen User & Google nämlich gar nicht.

Sowohl eine Über- als auch eine Unter-Optimierung von Content wirkt sich negativ auf dein Ranking aus.

Sowohl eine Über- als auch eine Unter-Optimierung von Content wirkt sich negativ auf dein Ranking aus.

Bevor du dich jetzt planlos und voller Engagement an die Suchmaschinenoptimierung machst, gebe ich dir hier einen Überblick über die wichtigsten SEO-Basics und häufigsten SEO-Fehler, die sich leicht vermeiden lassen.

Woher ich weiß, welche Schnitzer du und andere sich leisten?

Zum einen aufgrund praktischer Erfahrung (bin ja schließlich SEO-Redakteurin 😎).

Zum anderen durch repräsentative Studien. Eine davon hat Daten über mehrere Jahre ausgewertet und Millionen von Websites untersucht: 1.000.000 SEO Audits Done! – This is What We learned

Die Kurzfassung davon präsentiere ich dir jetzt.

1) Thin Content

zu wenig oder schlechter Text

Kannst du wörtlich nehmen: minderwertiger Content, wässrig und dünn, ist nicht appetitlich.

Erstens, weil der User damit nix anfangen kann.

Zweitens, weil du Google zu wenig Infos über deine Seite bereitstellst.

Und weder Maschine noch Mensch können Gedanken lesen.

Wie erkennst du Thin Content?

An diesen Merkmalen:

  • wurde automatisch generiert

  • enthält massenhaft Synonyme

  • ist mit Keywords vollgestopft (Keyword-Stuffing)

  • Affiliate-Texte ohne einzigartige Inhalte

  • kopierte Inhalte bzw. geklauter Content

  • Brückenseiten (Doorway Pages), die nur den Zweck haben, den Besucher zu einer Produktseite weiterzuleiten

  • Websites, die nur mit Bildern bestückt sind

  • Werbetexte ohne Mehrwert

Thin Content ist nicht einfach nur ein SEO-Fehler, sondern eine der Todsünden in der Google Bibel.

Und das aus 2 Gründen:

  1. Das Crawl-Budget deiner Seite verringert sich. Bedeutet, Google kann nicht alle Inhalte auf deiner Website erfassen und indexieren.

  2. Die Absprungrate deiner Website erhöht sich – auch ein negativer Faktor für deine Sichtbarkeit im Netz.

Mehr zum Thema Unique Content erfährst du mit Klick aufs Bild.

Mehr zum Thema Unique Content erfährst du mit Klick aufs Bild.

Deine Website braucht immer

– will heißen, ausnahmslos und jederzeit –

einzigartige Inhalte (Unique Content), die hochwertig aufbereitet sind und der Such-Intention des Users entsprechen.

Das sorgt für:

  • langfristige Nutzerbindung

  • eine höhere Verweildauer

  • eine kleinere Absprungrate

  • und eine gute Platzierung in den Google Suchergebnissen

Mehrwert bedeutet in diesem Kontext:

Der Inhalt deiner Texte sollte dem Leser einen Nutzen bieten. Checklisten, Anleitungen, Ratgeber – das alles sind wertvolle Infos für den Nutzer, die ihm weiterhelfen.

Ebenso wichtig:

  • Belege deine Behauptungen mit vertrauenswürdigen Quellen, am besten mitsamt Verlinkung.

  • Achte auf ein sinnvolles und leserliches Text-Design

  • lockere das Text-Bild mit Videos und Bildern auf (aber bitte Bilder-SEO nicht vergessen!)

Ausnahme für Thin Content

Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regel.

Gerade große Websites, die viele viele Unterseiten besitzen, müssen Prioritäten setzen. Hier ist es ganz normal, dass manche Unterseiten Thin Content aufweisen.

Das ist auch Google klar und findet das völlig in Ordnung. (Mehr dazu im Webmaster-Hangout vom 22. März 2019)

2) (Near) Duplicate Content

sehr ähnliche oder gleiche Inhalte

Google ist nicht blöd.

Der Algorithmus entlarvt ohne Probleme Texte, die sich im Informationsgehalt und der Formulierung verdächtig ähnlich sind.

Und überhaupt:

Wer Content von anderen klaut...Pfui bäh, schämen sollte er sich!

Doch wie sagte der alte Sokrates bereits vor mehr als 2.000 Jahren: „Niemand tut freiwillig (wissentlich) Unrecht!”

Tatsächlich entsteht der meiste Duplicate Content aus Versehen.

Klick auf das Beitragsbild und lerne, wie du Duplicate Content findest und vermeidest.

Klick auf das Beitragsbild und lerne, wie du Duplicate Content findest und vermeidest.

Häufige Ursachen für doppelte Inhalte:

  • Website ist mit und ohne www erreichbar

  • Websites sind mit und ohne / indexiert

  • Inhalte über http und über https (SSL-Verschlüsselung) abrufbar

  • kopierte Inhalte

  • Übernahme von Hersteller-Texten, die sich auch in anderen Shops finden

  • Produktvarianten sind nicht entsprechend getaggt (Canonical-TAG)

Duplicate Content ist ein ernst zu nehmendes Problem für deine Website bzw. deinen Online-Shop.

Denn Google kann dir das ganz übel nehmen und dich mit einer schlechten Visibility abwerten.

3) Hidden Content

versteckte Texte

Leider gibt es die immer noch: Texte, die nur existieren, um den Google Bot zu füttern, für den User aber unsichtbar sind.

Diese Black-Hat-SEO-Methode ist ein gravierender SEO-Fehler!

Hidden Content ist zum Beispiel:

  • weißer Text auf weißem Hinterrund

  • ein unsichtbarer Textblock, der mit CSS ausgeblendet ist

  • Texte in Dropdown-Menüs, die erst sichtbar sind, sobald sie angeklickt werden

4) Keyword-Stuffing

inflationäre Verwendung von Schlüsselbegriffen

Ich vermute mal, das erklärt sich eigentlich von selbst.

Texte mit Abermillionen von Keywords zuzumüllen oder das Haupt-Keyword 500 mal im Text zu nennen, trägt nicht zur Leserlichkeit bei, geschweige denn zum Verständnis.

Ganz im Gegenteil: Der Besucher verschwindet so schnell wie er gekommen ist.

Und Google? Ja, Google wird böse und verdammt deine Seite ins Exil.

Merke:

Du schreibst für Menschen.

Achte daher auf eine sinnvolle Verteilung deiner gewählten Keywords und vermeide Redundanzen.

5) Unpassende Keywords

Fokus auf die falschen SuchBegriffe

Jeder möchte für die am häufigsten gesuchten Keywords ranken. Schon klar.

Nur sind das nicht immer die passenden Schlüsselbegriffe.

Brauchst du Hilfe beim Finden der richtigen Keywords? Klick hier und hol dir praktische Tipps für die KW-Recherche.

Brauchst du Hilfe beim Finden der richtigen Keywords? Klick hier und hol dir praktische Tipps für die KW-Recherche.

Betreibst du einen Online-Shop für Gleitsicht-Brillen, bringt es dir wenig, deine Seite auf „Brillen“ zu optimieren.

Der Begriff ist viel zu allgemein und sagt nichts über die Such-Intention des Users aus.

Was wäre hier der passende Begriff?

Gleitsicht-Brillen kaufen – Bingo!

Weitere relevante KWs, welche auf die Such-Intention abzielen, sind dann „günstige Gleitsichtbrillen kaufen“, „Gleitsicht-Brillen für Damen & Herren“ und so weiter und so fort.

Bei der Keyword-Wahl solltest du außerdem das Verhältnis von Suchvolumen und Konkurrenz im Auge behalten.

6) Kein oder schlechter Title-TAG

Seitentitel ohne KW oder mit schlechter Formulierung

Der Seitentitel ist ein Ranking-Faktor und spielt eine große Rolle für deine Klickrate.

Nutzt du ihn nicht bzw. optimierst ihn falsch, fühlt sich niemand dazu animiert, ihn in den Suchergebnissen anzuklicken.

Und Google kapiert auch nix bzw. tut sich schwer mit der Themen-Zuordnung.

Dein Seitentitel sollte das Keyword enthalten (am besten ganz vorne) und dem User sagen, was er auf deiner Seite erwarten kann.

Darüber hinaus muss dein Title-TAG ebenso wie jeder andere Webcontent unique sein.

7) Fehlende oder nutzlose Meta-Description

mangelhafte Seiten-Beschreibung

Die Meta-Description bildet mit dem Title-TAG eine Einheit. Beides wird dir nämlich bei einer Suchanfrage in den Suchtreffern angezeigt (vgl. Snippet-Optimierung).

Die Meta-Beschreibung hat einen indirekten Einfluss auf deine Klickrate.

Verführt sie nicht zum Klicken, weil sie doof klingt oder einfach nix aussagt, dann verschenkst du einen wertvollen USP.

Also bitte:

Nutze die Description, um weitere Infos über den Inhalt der Seite unterzubringen – und dem User klar zu machen, warum er hier richtig ist.

8) Kein Bilder-SEO

fehlende ALT-TAGs bzw. TITLE-TAGs bei visuellen Elementen

Lies hier alles über die Suchmaschinenoptimierung für Bilder!

Lies hier alles über die Suchmaschinenoptimierung für Bilder!

Visuelle Einheiten lockern dein Web- & Text-Design erheblich auf. Keine Frage.

Aaaaaber:

Google hat keine Augen.

Die Suchmaschine kann nur Text auslesen und verarbeiten.

Und da sind wir wieder bei einem der häufigsten SEO-Fehler überhaupt. Denn viele Website-Betreiber unterlegen Bilder nicht mit Text.

Aber du weißt es jetzt besser! Rüste deine Bilder, Grafiken und Videos mit aussagekräftigen Beschreibungen aus.

Ja, das ist ein bisschen mehr Arbeit als nur hübsche Bilder reinzuklatschen – lohnt sich aber definitiv!

Denn bei diesen Elementen kannst du easy peasy noch ein paar Neben-Keywords unterbringen.

Was braucht Google alles, um visuellen Content thematisch richtig zuzuordnen?

  1. einen sprechenden Dateinamen

  2. den ALT-TAG (Alternativ-Text)

  3. eine gute, beschreibende Bild-Unterschrift (BU)

9) Falsche Überschriften Hierarchie

Kuddelmuddel bei Überschriften-TAGs

Deine Headline sollte Lust auf mehr machen. Das haben wir ja schon beim Title-TAG besprochen. Der deckt sich meistens mit deiner h1 (Haupt-Überschrift).

By the way:

„Herzlich Willkommen bei xyz-Media“ ist keine aussagekräftige Überschrift!

Darüber hinaus solltest du die Überschriften-Hierarchie im Auge behalten. Erst die h1, dann kommt die h2, h3, h4, h5 und h6.

Während es nur eine h1 geben darf, kannst du mehrere h2-h6 als Zwischenüberschriften nutzen.

10) 404-Fehlerseiten

tote Links & nicht mehr existierende Seiten

SEO benötigt Kontinuität.

Das bedeutet, einfach deine Website ins Netz zu stellen, bringt dich nicht nach vorn. Du musst deine Seite pflegen und checken, ob deine einzelnen Unterseiten noch existieren, sich Verlinkungsfehler eingeschlichen haben und und und.

Das gilt auch für ausgehende Links, also andere Websites, auf die du verweist.

Prüfe immer wieder nach, ob die externen Links noch funktionieren.

11) Keine interne Verlinkung

mangelnde Struktur & keine internen Links

Im Beitrag “Siloing” erkläre ich dir, wie eine Website sinnvoll aufgebaut und verlinkt wird. Klick aufs Bild!

Im Beitrag “Siloing” erkläre ich dir, wie eine Website sinnvoll aufgebaut und verlinkt wird. Klick aufs Bild!

Interne Links auf sinnverwandte Beiträge oder andere nützliche Inhalte innerhalb deiner Domain/Website sind nicht zu unterschätzen.

Du kannst nämlich den User mit Hilfe von Links in deinem Text zielgerichtet durch deine Website führen.

Außerdem ergeben sich 2 SEO-Vorteile:

1. Du zeigst du dem Google Bot, welche Seiten am wichtigsten sind

2. stärkst du die Relevanz dieser wichtigen Seiten für bestimmte Suchanfragen

Achte dabei auf sprechende Links.

Bezeichnungen wie „Hier klicken“ sind saft- und kraftlos und total unsinnig. Mach dem User noch einmal glasklar, wohin er gelangt, wenn er auf den Link klickt.

Zum Beispiel so:

Weitere wichtige Infos übers Bloggen erhältst du im neuesten Blogpost: „Blogger-Basics – die ultimative Übersicht!“

12) lange Ladezeiten

langsame Website-Performance

Das Lade-Symbol auf dem Bildschirm dreht sich und dreht sich und dreht sich...

– Und schwups ist der User ist wieder weg!

Er hat ja keine Zeit, er möchte schnell die gesuchten Infos erhalten.

Die Ladezeit deiner Website sollte daher unter 2 Sekunden liegen.

Welche Elemente verlangsamen deine Seite?

  • Bilder und Grafiken, größer als 100 KB

  • unnötige Skripte

  • grafische Spielereien (Flash-Animationen, AJAX)

  • Plug-Ins (z. B. bei Wordpress)

Wie gut du in deiner Ladezeit abschneidest, kannst du mit Google PageSpeed testen.

Deine To-do’s, um SEO-Fehler zu vermeiden

  1. nur hochwertige Inhalte mit Mehrwert bereitstellen

  2. Unique Content produzieren

  3. Texte nicht verstecken

  4. relevante Keywords wählen

  5. Keywords moderat verteilen

  6. Title-TAG & Meta-Description optimieren

  7. Bilder, Grafiken & Videos mit Text unterfüttern

  8. korrekte Überschriften-Hierarchie einhalten

  9. Links auf Fehler prüfen

  10. interne Verlinkungen aufbauen

  11. auf eine max. Ladezeit von 2 Sekunden achten


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Hey, ich bin Tamara von LÖWEN-Text

Meine offizielle Mission ist es, das WWW von miesen Bösewichtern wie sterbenslangweiligen Inhalten und greisligen Websites zu befreien.

Und natürlich Kaffee als bayerisches Nationalgetränk zu etablieren! 😉 Ganz nebenbei mache ich auch OnPage-SEO und schreibe SEO-Texte in redaktioneller Qualität!