Google pusht visuelle Inhalte – Personalisieren, Entdecken & Stöbern

Google goes visual

 Google möchte visuelle Inhalte in den organischen Suchergebnissen stärker berücksichtigen

Google möchte visuelle Inhalte in den organischen Suchergebnissen stärker berücksichtigen


Das Internet ist nach wie vor eine Informationsquelle, keine Frage. Doch Google plant nach 20 Jahren Erfahrung große Änderungen in der Suche:

Der Fokus soll sich nach und nach von der reinen Informationsrecherche hin zum Entdecken & Stöbern verlagern.

Mehr Bilder, Videos & Stories in den Suchergebnissen (SERPs) laden User dazu ein, Neues zu entdecken & schneller interessante Inhalte zu finden.

Wandelt sich das Internet der Dinge zum Internet des Entdeckens?

Social-Media-Trends wie Pinterest oder Instagram zeigen bereits, wie gut visuelle Inhalte bei den Nutzern ankommen.

Doch haben Texte als Quintessenz für Webinhalte damit ausgedient?

Das Internet des Entdeckens:

Activity Cards, Collections & dynamische Themen-Ebenen

Wir wissen, Google möchte dem Nutzer so schnell wie möglich das beste Suchergebnis auf seine Suchanfrage präsentieren.

Das ist allerdings nicht immer so einfach: oft braucht es mehrere Suchanfragen hintereinander, bis die gewünschte Info gefunden ist.

Zum Beispiel, wenn wir nach Gesundheitsthemen googlen, den nächsten Urlaub planen möchten oder uns nach neuen Jobs umsehen.

Um den Suchenden die Recherche zu erleichtern, hat Google 2 neue Features eingeführt, die eine Art persönliche Erkundungstour ermöglichen:

Activity Cards

Hier werden Seiten, die du zuvor besucht hast, & Suchanfragen zusammengetragen.

Die Karte zeigt dir nicht nur deine vorher gebrauchten Suchbegriffe an, sondern schlägt dir auch weitere interessante Themen vor, die damit in Zusammenhang stehen.

So kannst du frühere Suchanfragen direkt wieder aufnehmen, ohne sie erneut zu stellen. Ganz schön bequem, nicht?

Collections

Das sind sozusagen Sammlungen von Seiten, die auf den Activity Cards angezeigt werden. Du kannst interessante Websites manuell dort abspeichern, erhälst aber auch Vorschläge von Google.

Möchtest du etwas über eine bestimmte Hunderasse erfahren, könnte dich auch interessieren, wie diese Hunde gepflegt werden & wo es sie zu kaufen gibt.

Das denkt sich zumindest die Suchmaschine & liefert entsprechende Themenfelder aus.

Themen-ebenen für Knowledge Graphen

Darüber hinaus testet Google Themen-Ebenen (Topic Layer) für seine Knowledge Graphen.

Diese werden mit Themen & Unterthemen angereichert, um die wichtigsten Inhalte, Videos & Artikel auszumachen und sie dem Nutzer zu präsentieren.

Natürlich sollen auch hier verwandte Kategorien erkannt & ausgespielt.

Der User kann dann nach Belieben zwischen ähnlichen Themengebieten wechseln.

Google Discover in der mobilen Suche

– Feeds im neuen Gewand

Insbesondere für mobile Suchanfragen dürften visuelle Inhalte höchst interessant sein.

Und weil das so ist, wird der Google Feed für mobile Endgeräte zu Google Discover erweitert:

Nutzer von Smartphones & Tablets werden in Zukunft mehr Videos in ihrem Feed zu sehen bekommen.

Zudem baut Google zu Artikeln und Informationseinheiten Themenüberschriften ein, die selbst Suchanfragen sind.

Im Klartext: Discover soll dich über Artikel, Sportmannschaften oder Lieblingsrestaurants informieren, die für dich interessant sein könnten.

Und das ohne Eingabe von entsprechenden Suchbegriffen.

Google Discover wird in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt.

Außerdem hast du die Möglichkeit, deinen Feed zu personalisieren & so auszuwählen, welche Inhalte du sehen willst und welche nicht.

Stories als Ergänzung in den Suchergebnissen

Stories sind bereits von Instagram, Facebook oder Snapchat bekannt. Und weil sie so ein beliebtes Feature sind, springt auch Google auf den Zug auf.

Wo User allerdings kurze Geschichten mit Bildern oder Videos erzählen, will Google Webinalte in diesem Format anbieten – erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Zu Anfang sind Google-Stories noch auf bekannte Persönlichkeiten, Influencer & Prominente beschränkt.

Mal sehen, wie das letztendlich im deutschen Raum ankommt.

Bilder & Videos erhalten Einzug in die Suchergebnisse

In den organischen SERPs finden sich ab jetzt Vorschauen zu bestimmten Videos, die für eine Suchanfrage relevant erscheinen.

Doch aufgepasst:

Genauso wie bei den Meta-TAGs entscheidet Google selbst, welche Video-Sequenz sich für die Vorschau am besten eignet & ermittelt diese automatisch.

Ebenso wird die Google-Bildersuche um die bekannte Lens-Funktion erweitert.

Google Lens gab es als Bilder-Erkennungssoftware bisher nur als App, wird jetzt aber für die Desktop-Suche freigegeben:

Findest du während deiner Suche zum Beispiel ein schönes Bild von einem Sofa, kannst du das Objekt mit Hilfe von Lens anvisieren.

Im Anschluss erscheinen weiterführende Infos zum Sofa, außerdem werden dir ähnliche Möbelstücke in der Suche angezeigt.

Tipp:

Wenn du jetzt noch kein Bilder-SEO betreibst, dann wird’s allerhöchste Zeit jetzt damit anzufangen!

Fazit: der Medien-Mix macht‘s

Es wäre fatal, daraus zu schließen, Google würde visuellen Inhalten gegenüber Texten den absoluten Vorzug geben.

 Multimedialität ist das Stichwort für erfolgreiche Websites

Multimedialität ist das Stichwort für erfolgreiche Websites

Zwar bildet sich ein deutlicher Trend zu Bildern & Videos ab, ohne textbasierte Infos können diese aber nicht in den Suchergebnissen vernünftig ranken – jedenfalls noch nicht!

Am besten bist du aufgestellt, wenn du auf deiner Website multimediale Inhalte anbietest.

Nach dem Motto: Hey, hier ist für jeden Typ etwas dabei!

Sicher, das kostet Zeit & womöglich auch Nerven. Aber das ist Qualität nun einmal Wert.


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About Tamara von Löwen-Text

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