6 Tipps für Online-Texte

6 Tipps, um gute Online-Texte zu schreiben

Texten lernen 2.0

6 Tipps, um gute Online-Texte zu schreiben

Schreiben können wir im Grunde alle! Das haben wir ja zusammen mit Rechnen und Lesen bereits in der Grundschule gelernt. Aber das ist natürlich nicht damit gemeint, wenn es ums Texte Schreiben für Online-Medien geht. Wer Texter werden will braucht schließlich spezielle Kenntnisse, Stil und Können!

Aber wie sieht es mit deinem Wissen über das Texten fürs Web aus? Kennst du die Grundlagen für gute Texte im Internet? Hier habe ich dir einige Tipps zusammengestellt, mit denen du lernst, gute Online-Texte zu schreiben.

 

Online Lesen ist das andere Lesen

Internettexte kannst du nicht mit geschriebenen Texten auf Papier gleichsetzen. Warum? Weil das Lesen von Büchern, Magazinen und Zeitschriften meist ein entspannender Zeitvertreib ist. Auf dem Bildschirm zu lesen strengt unsere Augen jedoch an. Daher benutzen viele User Google eher zur schnellen Suche nach Infos.

Werden die gesuchten Informationen nicht schnell genug gefunden, dann wählen wir ein anderes Ergebnis aus der Trefferliste.

Um genau zu sein, lesen viele von uns Online-Texte nicht einmal richtig. Sie überfliegen sie! Woher wir das Wissen? Es gibt eine Reihe von Eyetracking Studien, die belegen, wie das Auge beim Lesen eines Internettextes von Überschrift zu Überschrift und Absatz zu Absatz springt.

In der Suchmaschinenoptimierung hat sich dafür der Begriff „Scanner“ etabliert. Eine gute bildhafte Beschreibung: wie ein Scanner durchkämmen wir eine Website nach dem Gesuchten.

Um den Nutzern das Scannen zu erleichtern, solltest du deine Texte überschaubar gestalten und echten Mehrwert bieten. Nur so können Website-Besucher zu echten Lesern werden!

Mehr zum Thema erfährst du übrigens hier: Online Lesen wir anders – was du übers Lesen im Internet wissen musst!

 

Die Grundlagen von Internettexten

Wir fangen ganz von vorne an, bevor ich dir Begriffe wie Landing-Pages, SEO und Storytelling um die Ohren haue. Aber keine Sorge, das mache ich dann in weiteren Artikeln. Also zurück zu den Basics fürs Online Schreiben: gute Texte schreiben für Online-Magazine, Blogs, Ratgeber, Infoportale und so weiter. 

Los geht‘s mit dem Deutsch-Unterricht 2.0: Online-Texten lernen!

 

1. Der Inhalt macht‘s

Bevor du mit dem Texten anfängst, musst du erst einmal wissen, worüber du schreiben willst und für wen.

- Wer ist deine Zielgruppe?

- Welche Themen und Fragen interessieren deine Kunden?

- Welchen Stil braucht dein Text?

 Dein Content sollte immer die Lebenswelt deiner Zielgruppe widerspiegeln

Dein Content sollte immer die Lebenswelt deiner Zielgruppe widerspiegeln

Für wen Online-Texte schreiben?

Das ist gar nicht so banal wie es auf den ersten Blick wirkt. Insbesondere die Frage nach deiner Zielgruppe ist der Pfeiler, auf dem du deinen Online-Content aufbaust.

 

Nehmen wir an, du schreibst für ein Frauen-Magazin. Typische Themen sind dann meist Gesundheit & Beauty, Reisen & Wellness, Liebe, Haushalt & Kochen...die Liste lässt sich noch erweitern, eben je nach Ausrichtung des gewählten Online-Mediums. Mach dir also ein genaues Bild von deinen Lesern.

Inspiration kannst du dir besorgen, indem du guckst, was die Konkurrenz so treibt? Die haben ja meist die gleiche Zielgruppe. Auch eine Keyword-Recherche hilft oft weiter.

 

Worüber schreiben?

Dein Schlagwort lautet Relevanz. Was interessiert deine Leser und welche Inhalte passen zu ihrem Lebensstil?

Nochmal zum obigen Beispiel: Frauen suchen im Netz nach „den besten Zucchini-Rezepten“, „Tipps beim Flirten“ oder „Nahrungsmittel, die schön machen“.

PS: Das ist jetzt etwas klischeehaft, aber keineswegs an der Realität vorbei. Ich bin immerhin selbst eine Frau und habe viel Webtexte dieser Art geschrieben ;-D

 

Texten fürs Web – wie online schreiben?

Sachlich, neutral, humorvoll, persönlich, verspielt – es gibt eine große Auswahl an Schreibstilen und Textarten. Textest du also für den Blog einer Online-Apotheke, kommt ein sachlich, neutraler Ton besser an als ein humorvoller. Schreibst du für das Frauen-Magazin aus unserem Beispiel, kommt ein verspielter Stil gut an.

Und immer schön im aktiven Schreibstil bleiben, kurze Sätze statt lange Sätze schreiben und Füllwörter vermeiden (schon, eben, gewissermaßen etc.). Bitte achte auf die Rechtschreibung – nichts wirkt stümperhafter als Rechtschreibfehler.

Bleib einzigartig!

Egal was und worüber du schreibst, für welches Magazin oder Portal - hüte dich davor, Webtexten einfach zu kopieren - auch nicht in Teilen. Erstens ist das Raub von fremden Gedankengut, zweitens produzierst du damit Duplicate Content. Wenn du gute Texte fürs Internet schreiben möchtest, musst du Unique Content erstellen!

 

2. Kommt es doch auf die Länge an?

Die ideale Länge eines guten Online-Textes ist immer wieder Thema unter Suchmaschinenoptimierern, Marketern und Redakteuren. Betrachten wir Studien zur Lesepsychologie, sollte der perfekte Text eine Lesedauer von 7 Minuten nicht überschreiten. Und da der durchschnittliche Leser ca. 200 Wörter pro Minute verschlingt, entspräche das einer Textlänge von 1.400 Wörtern.

Statistiken zeigen jedoch, dass vor allem lange Webtexte mit einem Volumen ab 2.500 Wörtern aufwärts über Social Media geteilt werden. Ein modernes Paradox? Mmmh, wahrscheinlich hängt dieses Verhalten damit zusammen, dass lange Texte ein Thema umfassender und tiefgehender behandeln können als ein kurzer Artikel.

Warum glaubst du, ist dieser Blog-Artikel so lange? Nein, nicht weil ich gerne viele Stunden am Computer sitze, sondern weil ich dir die wichtigsten Punkte für das Schreiben von Online-Texten vermitteln möchte.

Aber: Qualität geht vor Quantität – sowohl für User als auch für Suchmaschinen! Ein langer Online-Text ist nur dann erfolgreich, wenn der Inhalt wirklich genug hergibt und nicht nur herumgeschwafelt wird. Storytelling ist natürlich erlaubt, nur kein langweiliges, inhaltsleeres Geplapper. Versuch daher nicht, deine Texte sinnlos aufzublasen.

 

3. Packende Überschriften verleiten zum Klicken

 Lass dir Zeit für eine gut formulierte Headline

Lass dir Zeit für eine gut formulierte Headline

Ob ein Nutzer deinen Webtext in den Suchergebnissen auswählt, hängt maßgeblich vom Titel und der Meta-Beschreibung deines Textes ab. Aber bleiben wir jetzt bei deiner Headline: Damit startest du den Dialog mit dem User.

Wusstest du, dass wir nur die ersten 3 und die letzten 3 Wörter einer Überschrift wirklich wahrnehmen? Oder dass wir auf Artikeltitel mit ungeraden Zahlen häufiger klicken als auf die mit geraden? Diese Tatsache kannst du nutzen!

 

- Aufzählungen und Zahlen

Klingt komisch, ist aber so: Siehst du eine Zahl in einem Titel, löst das in deinem Gehirn den Reiz aus, zu klicken. Der Grund: Zahlen sorgen für Übersichtlichkeit und wir können einschätzen, wie lange wir zum Lesen des Textes brauchen. Wie gesagt, im Internet suchen wir meist nach schnellen Infos.

Übrigens scheinen ungerade Zahlen auf uns attraktiver, vielleicht weil wir sie als ungewöhnlich empfinden. Jedenfalls werden sie wirklich häufiger geklickt.

 

- Fragen und Probleme

Formulierst du deine Überschrift als Frage, denkt der Leser automatisch darüber nach, welche Antworten dein Text für ihn bereithält.

 

- Call to Action (Aufforderungen)

Gut funktioniert es auch, wenn wir aufgefordert werden, etwas zu tun. Am besten mit Verbindung des Nutzwertes. Zum Beispiel so: „Besser bei Google ranken – lerne jetzt gute Online-Texte zu schreiben!“ Diese Bestimmtheit im Stil macht uns neugierig auf den Inhalt.

 

- direkte Ansprache

Ein Text erregt mehr Aufmerksamkeit, sobald er dich direkt anspricht. Baue daher Begriffe wie „Du“ oder „Sie“ ein.

 

- Tipps & Tricks

Ein Dauerbrenner! Vor allem perfekt mit einer Zahl. Beispiel: „7 Tipps für gute Online-Texte“

 

- Dringlichkeit ausdrücken

Im Fachjargon nennt man das Power-Wörter: jetzt, sofort, praktisch, hilfreich, toll, super, clever usw.

Wörter dieser Art sprechen unser Unterbewusstsein an und animieren uns zum Klicken. Sie lösen in uns einen Handlungsimpuls aus.

 

 

4. Knackige Teaser, schön kurz und prägnant

 Verlocke deine Leser mit einem guten Teaser zum Lesen

Verlocke deine Leser mit einem guten Teaser zum Lesen

Ein knapper „Heißmacher“-Text befindet sich unter der Headline deines Artikels oder wird von Google als Meta-Beschreibung genutzt. Der Teaser bildet eine Einheit mit deiner Überschrift: sie machen dem Leser das Anklicken schmackhaft, geben aber auch etwas vom Inhalt preis.

Wichtig: Der Teaser ist keine Einleitung! Er soll deine Besucher in aller Kürze Infos über den Artikel verraten. Zum Beispiel: „Du willst mehr Kunden über Google gewinnen? Mit diesen Tipps gewinnst du die Aufmerksamkeit und das Vertrauen deiner Zielgruppe!“

 

Vergiss nicht, den Leser direkt anzusprechen und Fragen, Kommandos oder dergleichen einzubauen. Das ist nicht nur beim Texten fürs Web ein Muss.

 

5. Die Struktur von Online-Texten: ein Hoch auf Nutzerfreundlichkeit!

Du hast jetzt also einen super Text für ein Online-Magazin geschrieben. Gratuliere, da hast du ein gutes Stück Arbeit hinter dir! Jetzt kommt es quasi nur noch darauf an, den Inhalt ins richtige Layout zu packen.

 

- Schreckgespenst Textwüste

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht. Aber ich verlasse eine Seite sofort, wenn ich mich einem riesigen Text-Monster gegenübersehe. Das ist mir persönlich einfach zu anstrengend. Und den anderen Scannern auch.

Lenke das Auge deines Lesers daher mit sinnvollen Absätzen. Als Faustregel gilt: Nach 4-5 Zeilen einen Absatz machen. Oder auch eher, wenn sich das anbietet. Jeder Absatz sollte eine Info enthalten, nicht mehr und nicht weniger.

 

- Zwischenüberschriften nutzen

 Zwischenüberschriften erleichtern Scannern die Suche nach Schlüsselbegriffen in deinem Text

Zwischenüberschriften erleichtern Scannern die Suche nach Schlüsselbegriffen in deinem Text

Sie erleichtern nicht nur das Lesen und Scannen deines Textes, sondern strukturieren auch seinen Inhalt. Die Zwischenüberschrift sollte Bezug zum nachfolgenden Absatz haben und kurz über den Inhalt informieren.

 

- Bullet Points (Aufzählungen)

Die kommen wirklich immer gut an. Die sind so schön überschaubar und verdeutlichen die wichtigsten Punkte.

 

- Bilder, Grafiken, Infoboxen

Artikelbilder lockern nicht nur den Textfluss auf, sie stellen auch auf visuelle Weise das Thema dar. Dazu muss das Bild natürlich zum Content passen – ansonsten verwirrst du den Nutzer. Und das mag er gar nicht. Im journalistischen Fachjargon nennt man das dann Text-Bild-Schere. Das Motiv ist daher äußerst wichtig.

Ebenso helfen dir Grafiken oder Infoboxen, deinen Online-Text aufzulockern

 

6. Fazit ziehen

Wenn dein Text einfach so endet, lässt du den Leser fallen wie einen nassen Sack. Nicht gerade die freundliche Art. Besser machst du es, wenn du einen Abschluss bietest: das kann eine kleine Zusammenfassung sein, die Aufforderung andere Artikel, Produkte oder Links anzuklicken oder eine Einladung zum Kommentieren.

Für den Internetnutzer ist Interaktion ein wichtiges Signal dafür, dass er ernst genommen und wertgeschätzt wird.

 

 

Texten lernen & Texter werden für Online-Medien

Tolle Online-Texte zu schreiben ist ein Handwerk, das Talent, Übung und Wissen erfordert. Jetzt hast du die Basics des Online-Textens gelernt, um ein guter Texter zu werden, der gute Texte schreiben kann.

Wunderbar! Darauf lässt sich prima aufbauen. Dein nächstes Thema, in das du dich einarbeiten musst, lautet demnach: Texten fürs Web – SEO-Texte schreiben. 


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About Tamara von TAM Online-Content & Text

Ich unterstütze Unternehmen & Agenturen als SEO-Texterin für OnPage-SEO dabei, bei der Google Suche besser zu ranken und Kunden zu begeistern. Brauchst du Hilfe für deine Website, deinen Blog oder eine effektive Content-Strategie? Ich helfe dir, deinen Internet-Auftritt seo-konform und leserfreundlich zu gestalten!